Auslegung von Heizkreisen

Bei der Planung einer Fußbodenheizung gilt eine Menge zu beachten. So müssen die entsprechende Anzahl an Heizkreisen und Durchmesser der Leitungen berechnet werden.

Fußbodenheizung – nachhaltige Wirtschaftlichkeit

Fußbodenheizungen werden immer beliebter – sowohl in Neubauten auch bei Renovierungen. Dabei überzeugt nicht nur die Behaglichkeit der Wärme oder die Optik ohne Heizkörper in Wohnräumen auszukommen, sondern vor allem die Wirtschaftlichkeit. Entgegen weit verbreiteter Vorurteile kann die Vorlauftemperatur einer Fußbodenheizung deutlich geringer ausfallen als die bei der Verwendung von Heizkörpern. Bei der Planung einer Fußbodenheizung sollte auch der passende Energieerzeuger gewählt werden. Dies kann ein Brennwertgerät sein oder auch eine Wärmepumpte. Beide Energieerzeuger arbeiten besonders wirtschaftlich, wenn niedrige Vorlauftemperaturen benötigt werden.

Planung der Fußbodenheizung

Während der Planungsphase einer Fußbodenheizung stellt man sich häufig die Frage, wie hoch der Materialbedarf ist, wie viele Heizkreise überhaupt benötigt werden, welche Rohrduchmesser dafür nötig sind und wie groß der Verlegeabstand sein muss.

Es empfiehlt sich, der Planung eine professionelle Heizlastberechnung voranzustellen. Dabei wird die Heizfläche unter Einbeziehung vieler Faktoren ausgelegt.

Heizfläche der Fußbodenheizung berechnen

Schritt 1: Verlegeabstand

Bei der Berechnung der Heizfläche müssen unterschiedliche Kenngrößen herangezogen werden. Zunächst ist die Wahl des Verlegeabstandes entscheidend. Der Verlegeabstand beschreibt den Abstand zwischen zwei Heizungsrohren im Boden. Bestimmend für den Verlegeabstand ist der Wärmebedarf für den Raum, abhängig vom Rohrdurchmesser und dem Fußbodenbelag.

  • Fußbodenheizungen mit Wärmepumpe: Der Verlegeabstand fällt hier abhängig vom Wärmebedarf des Raumes in der Regel gering aus, da hier mit niedrigen Vorlauftemperaturen gearbeitet wird.
  • Fußbodenheizungen mit anderen Wärmeerzeugern (Gas- oder Öl): Andere Wärmeerzeuger arbeiten mit einer höheren Vorlauftemperatur. Der Verlegeabstand ist hier größer. Er variiert in der Regel zwischen 10cm und 20cm, je nach Wärmebedarf des Raumes.
  • Besonderheit Badezimmer: In Badezimmern muss beachtet werden, dass das Verhältnis der Bodenfläche zum Raumvolumen durch Dusche oder Badewanne verkleinert wird. Hier empfehlen sich in der Regel enge Verlegeabstände, da auch der Wärmebedarf aufgrund einer höheren Raumtemperatur größer ist.

Schritt 2 Auslegung der Heizkreise

Nach der Bestimmung des Verlegeabstandes berechnet man nun die Auslegung der Heizkreise. Wichtig dabei ist, dass die Rohrlängen jedes einzelnen Heizkreises nicht zu lang sind. Als Maßstab setzt man eine maximale Rohrlänge von 100 Metern (ohne Anbindeleitung) pro Heizkreis voraus. Wird die Heizungsleitung zu lang, kommt es zu Druckverlust, Der Heizkreis wird träge oder sogar nicht mehr warm. Bei besonders dünnen Rohrquerschnitten, die z.B. bei Dünnschichtsystemen verwendet werden, gilt die Faustregel einer maximalen Länge von 70 Metern.

Benötigte Rohrmengen bei unterschiedlichen Verlegeabständen

Es gibt festgelegte Rohrmengen, die sich auf den jeweiligen Verlegeabstand beziehen. Diese lauten wie folgt:

  • Bei einem Verlegeabstand von 20cm ➔ ca. 4,60m Rohr / m2
  • Bei einem Verlegeabstand von 15cm ➔ ca. 5,8m Rohr /m2
  • Bei einem Verlegeabstand von 12,5 cm ➔ 6,8m Rohr / m2
  • Bei einem Verlegeabstand von 10 cm ➔ 8,8m Rohr / m2

Auslegung von Heizkreisen – Formel

Die Formel für die Auslegung von Heizkreisen lautet:

Raumgröße (in m2) •
benötigte Rohrmenge / m2
(Verlegeabstand beachten)

Zu beachten ist, dass die errechnete Länge pro Heizkreis maximal 100 Meter betragen sollte. Wird die 100 Meter Marke überschritten, müssen dementsprechend mehr Heizkreise eingeplant werden. Man sollte immer darauf achten, dass die Heizkreise ungefähr eine gleiche Rohrlänge haben.

Ihre Vorteile bei der Auslegung von Heizkreisen

  • Professionelle Berechnung der benötigten Mengen an Rohren und Heizkreisen
  • Präzise Angaben zu allen benötigten Komponenten
  • Auf Wunsch setzen wir der Auslegung von Heizkreisen eine fachmännische Heizlastberechnung voran, bei der unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden
  • Empfehlungen zur Biegeradien in unterschiedlichen Räumen
  • Begutachtung der Räumlichkeiten und Berücksichtigung individueller Wünsche und Vorstellungen